Neuer Roman

Nun denn, es ist vollbracht! Mein neuer Roman ist fertig, zumindest das Manuskript. Korrekturdurchgänge wurden bereits durchgeführt, nun soll das professionelle Korrektorat erfolgen. Und dann: Buchsatz, Cover …

Arbeitstitel: Das Mädchen von Tveta

Genre: Psychothriller

Zeit: 1885 bis 1918

Handlungsort: Småland/Schweden

Verlag: BOD

Demnächst stelle ich das Projekt näher vor. Ich freue mich!

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Um Weihnachten kommt man nicht herum …

Meine erste Advents- und Vorweihnachtszeit in Småland scheint mein Verständnis für diese Zeit verändert zu haben. Gestern war es tief verschneit, und das Luciafest stand an. Erstmals seit etwa 15 Jahren habe ich eine Kirche betreten. Zugegeben, sie war schön und sehr festlich geschmückt. Kerzen und Laternen, drinnen wie draußen, dazu die Lucia-Gesänge der jungen Mädchen … Leider habe ich kein Foto gemacht.

Mein kleines etwas holpriges Gedicht, einem großen Meister nachempfunden, möchte ich dennoch hier vorstellen. Ich habe mich eben anstecken lassen …

 

Weihnachten –heute

Nach J. v. Eichendorff „Weihnachten“

Markt und Straßen proppevolle,
grell erleuchtet jedes Haus,
Tausend Lichter, Neon-Werbung,
alles sieht so kitschig aus.

In den Fenstern haben Händler,
High-Tec und TeVau gestellt,
Vater, Mutter, Kind und Kegel,
bestaunen diese IT-Welt!

Und ich wandre durch die City
bis hinein ins KaDeWe,
Wein und Schampus, Marken-Waren!
Luxus weit und breit ich seh!

In aller Welt hungern Kinder,
viele Tausend fühlen Leid
Haben niemals eine Chance –
O du gnadenlose Zeit!

Hochzeit bei den Wikingern

Die Hochzeit von Leif und Gyde findet in Tveta statt. Leif hat seine Braut aus Haithabu geholt. Die Vorbereitungen zum großen Hochzeitsfest und das Fest selber nehmen breiten Raum ein in meinem Roman. Hier ein kleiner Auszug:

 

 

Der Vormittag des Festtages verging schnell. Gyde konnte kaum alles fassen, was um sie herum vor sich ging. Und sie und Leif waren immer im Mittelpunkt.

„Nun kommt der nächste Teil der Zeremonie“, sagte Ortberga, die wie immer alles unter ihrer Kontrolle hatte. „Der Schwertertausch.“

Erk zeigte seiner Schwester ein Schwert, das er beim Schmied hat anfertigen lassen. Dann legte er es flach auf seine ausgebreiteten Hände. „Folge mir!“, sagte er zu Gyde und schritt voran. Gyde ging hinter ihm, dann folgten die Mitglieder der Familie. Die Gäste begleiteten den Tross. So kamen sie beim Heiligen Hain an der Odinsquelle an. Leif hatte den Ort mit Bedacht gewählt, symbolisierte die Quelle doch Reichtum und Fruchtbarkeit.

Leif folgte Thorleif, angeführt von Erk und Thorleif, der die Stelle des Brautvaters eingenommen hatte. Der trug ebenfalls ein Schwert auf ausgestreckten Händen. Es war ein Ahnenschwert, das bereits Ulf und zuvor Sigurd und dessen Vater am Körper getragen hatten.

Nun wurden die Schwerter ausgetauscht. Gyde bekam das Ahnenschwert, das sie an ihren ältesten Sohn weitergeben sollte. Leif dagegen nahm Erks Schwert an, um damit die neue Familie zu schützen.

Nun wandten sich alle dem großen Opferstein zu. Heilige Männer leiteten die Zeremonie. Sie trugen Tiermasken und beteten in einem merkwürdigen Singsang. Drei Tiere sollten geopfert werden. Gyde musste sich die Ohren zuhalten, so laut war das Geschrei des Schweines, als man ihm die Kehle durchschnitt und das Blut in einem Behälter auffing. Ähnlich erging es der Ziegen und dem Eber. Ihr Leben wurde den Göttern geopfert, damit dem Brautpaar das Glück treu bleibt. An ihrem geheiligten Opferfleisch würde sich die gesamte Hochzeitsgesellschaft satt essen. Das aufgefangene Blut aber hatte eine andere Verwendung.

„Hier habt ihr Tannenzweige. Taucht sie in das Blut, geht zu allen Gästen und bespritzt sie mit einigen Tropfen. So haben sie auch an eurem Glück teil.“

Gyde und Leif gehorchten. Zum Schluss reichten sie die Zweige an Ortberga, die sie wiederum an Thorleif und Erk weitergab. „Nun ist es an euch, das Brautpaar mit dem Opferblut das Eheglück zu sichern.“ Die beiden nahmen die Zweige und besprenkelten die Brautleute mit dem geweihten Blut.

Damit war die Hochzeitszeremonie beendet, und die Feiern konnten beginnen. Wieder übernahm Ortberga das Kommando. „Das Brautrennen kann beginnen. Die einzelnen Familien bilden Gruppen und schicken die schnellsten Läufer ins Rennen. Wer als letzter die Festhalle erreicht, hat mit seiner Familie einen Tag und eine Nacht die Gäste mit Bier zu versorgen.“

Gyde wandte sich an Leif. „Was habt ihr bloß für merkwürdige Gebräuche. Aber es macht Spaß! Ich bin gespannt, was noch alles so kommt.“

„Warte es ab, es bleibt unterhaltsam.“

Selbstversorgerhof

Wie versprochen, hier ein paar Fotos vom Werden unseres Selbstversorgerhofes. Der Hof „Gamla Garvaregården“ liegt direkt am Fluss Emån im östlichen Småland in Südschweden.

Wir haben gut 8.000 qm Grundstück. Darauf haben wir ein neues Haus gebaut. Alte Schuppen sollen noch renoviert oder erneuert werden. Wir werden dort alles anbauen, was wir in der Küche brauchen:

    • Kartoffeln
    • Getreide
    • Gemüse
    • Beerenfüchte
    • Obstbäume

Insgesamt haben wir 54 km Fischereirecht im Fluss.

  1. Unser neues Wohnhaus

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2. Erste Heuernte 

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3. Vor der Roggenernte

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4. Insgesamt 10 neue Obstbäume gepflanzt

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5. Der Emån

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Vor dem Ziel

Hallo in die Runde. Heute schicke ich einmal eine ganz private Mitteilung. Es sind nicht einmal mehr 2 Wochen, dann haben wir unser Ziel erreicht:

Nach Jahren der Planung und Vorbereitung verlassen wir Nordfriesland und ziehen in unsere neue Heimat, ins schwedische Småland. Dort werden wir unseren Traum vom „Leben auf dem Lande“ verwirklichen und unseren Selbstversorgerhof Gamla Garvaregården weiter aufbauen. Gut 8.000 qm Grundstück, direkt am Fluss Emån gelegen, wollen bearbeitet werden. Wir werden alles ernten, was der Boden hergibt: Getreide, Gemüse, Beerenfrüchte und Obst.

Demnächst ein paar Bilder!

 

Der wahre Lohn des Schreibers …

… sind nicht die Bucheinnahmen. Nein, es gibt etwas viel Edleres als  Geld. Es ist das Lächeln eines Kindes.

 

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Mein „Bücher-Bollerwagen“ ist immer dabei, wenn es zur Lesung geht.

 

Begonnen hat es zu Pfingsten 2017. Ich war mit meinem „Leif“ auf dem Wikingermarkt „Open Thor“ in Wallsbüll bei Flensburg, auf Valsgaard. Vier Lesungen an zwei Tagen, eine echte Herausforderung. Unter freiem Himmel oder im Langhaus der Valsgaarder Wikinger konnte ich reichlich Zuhörer um mich scharen. Unter ihnen war ein junger Vater mit seiner vielleicht 6-jährigen Tochter Kiruna. Wir haben viel miteinander gesprochen, und der Vater hat ein Exemplar meines Buches erworben. „Daraus werde ich der Kleinen abends vorlesen“, sagte er.

Ein gutes Jahr später war ich wiederum auf dem Valsgaard-Hof. Und siehe da: Kiruna und ihr Vater kamen zu mir. „Na, wie hat dir das Buch gefallen?“, fragte ich das Mädchen. Sie lächelt und ein scheues „gut“ kam über ihre Lippen. „Ich habe ihr das ganze Buch vorgelesen“, sagte der Vater. „Allerdings habe ich die eine oder andere Szene weggelassen. War nicht für Kinderohren bestimmt.“ Da hatte er recht.

Der junge Vater wandte sich an seine Tochter: „Wie heißt das Schiff, mit dem Leif und seine Freunde gefahren sind?“ Wieder Kirunas Lächeln und: „Feuerschlange“.

„Und Leifs Freundin. Weißt du noch, wie sie heißt?“ Wieder antwortete das Mädchen: „Gyde heißt sie“.

Kiruna wusste alles, sie hatte das Buch „gelesen“.

Das war mein schönster Lohn als Autor.

 

Lesungen und Gespräche auf dem Valsgaard

Am 18. und 19. August wird das Wikingerspektakel „Schlacht bei Wallsbüll“ in der Hofanlage „Valsgaard“ stattfinden. Wie im Vorjahr werde ich wieder mit dem Bollerwagen über das Gelände ziehen.

An beiden Tagen finden Lesungen/Gespräche mit mir und einem hoffentlich großem Publikum statt. Ich lese aus meinem Buch und stehe für interessante Gespräche zur Verfügung. Ich freue mich schon!

Voraussichtliche Termine: 14 Uhr und 16 Uhr.

Von Schreiberlingen und Kickern

Smalltalk beim Grillen. Ein junger Mann kommt zu mir, ein etwas entfernter Bekannter. Ich habe Schwierigkeiten, ihn unterzubringen, seinem Gesicht einen Namen zuzuordnen, aber … ach ja, Kalle ist es.

„Sag mal“, begann Kalle, „du schreibst doch.“

„Ja, sicher“.

„Und du hast auch einen Roman veröffentlicht?“

„Wiederum erfolgte mein Ja. Von seiner Seite folgte ein kurzes Zögern, dann kam ein zaghaftes: „Und, wie fühlst du dich damit?“

Nun zögerte ich. Worauf wollte er hinaus. „Gut“, antwortete ich. „Gut.“ Nun musste seine eigentliche Frage doch kommen! Und da kam sie schon.

„Ich meine, ein Bestseller war das doch wohl eher nicht. Und leben kannst du davon sicher auch nicht.“

„Nein, weder das Eine noch das Andere.“

Nochmals ein Zögern. Dann: „Aber ist dir das nicht peinlich? Ich meine, du veröffentlichst etwas, und kaum einer liest das.“

Erst wollte ich ihm entgegenhalten, dass gut 1000 verkaufte Bücher für mein Empfinden ein kleiner Erfolg sind, aber ich beließ es dabei und entgegnete einfach: „Nein, warum sollte mir das peinlich sein?“

Betretenes Schweigen. Dann erhob Kalle sich. „Na denn, einen schönen Abend noch.“

Zwei Bier später traf ich Kalle wieder, am Grill. “ Sag mal Kalle, du spielst doch Fußball, oder?“

„Ja, beim TSV Kleckerhof. Warum?“

„Kreisliga?“

„Nee, Kreisklasse.“

„Ach so. Was verdient man denn so beim Kicken in der Liga?“

„Verdienen? Was glaubst du! Natürlich nichts. Bin doch kein Fiete Arp oder Ronaldo.“

„Nichts? Und trotzdem gehst du auf den Fußballplatz?“

Er schaute mich verständnislos an. „Klar doch, Mann.“

„Du gehst also mit deinem Fußballkünsten in die Öffentlichkeit? Betrittst sozusagen die Bühne, und das vor Zuschauern.“

Kalle wurde unsicher. „Ja, wenn du so willst.“

„Und das ist dir nicht peinlich?“

„Aber …“

Ich unterbrach ihn. „Schluss jetzt. Komm, wir trinken noch ein Bier.“